Zwischen Paradies und neuer Erde
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- Zwischen Paradies und neuer Erde
- 2026-06-05T00:00:00+02:00
- 2026-06-07T23:59:59+02:00
- "Unsere Beziehung zur Natur ist geprägt von zahlreichen Phänomenen, die wir oft nur oberflächlich wahrnehmen. Vielleicht lohnt es sich, diese Erscheinungen genauer zu betrachten, um ein tieferes Verständnis für unser eigenes Wesen und unsere Verbindung zur Erde zu gewinnen. Die zentrale Fragestellung ist, wie schaffen wir eine neue Perspektive, die uns ermöglicht, unsere eigene Natur im Kontext der Natur der Erde neu zu entdecken und zu erleben." (Aus dem Programmtext) Dazu veranstaltet die Freie Akademie am Loidholdhof ein Seminar mit Christine Gruwez
- Wann 05.06.2026 bis 07.06.2026 (Europe/Vienna / UTC200)
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Zwischen Paradies und neuer Erde
mit Christine Gruwez
Freitag, 05. Juni 2026 bis Sonntag, 07. Juni 2026
Freie Akademie am Loidholdhof
Oberhart 9, A-4113 St. Martin im Mühlkreis
Vor mehr als 13.000 Jahren trat die Menschheit in eine neue Phase ein, die das Leben grundlegend veränderte. Unsere Vorfahren begannen, sesshaft zu werden und den Ackerbau zu entwickeln. Anstatt ausschließlich wild wachsende Pflanzen zu sammeln, züchteten und domestizierten sie diese gezielt. Kurz darauf gelang ihnen auch die Domestizierung der ersten Tiere. Diese Entwicklungen beeinflussten den Alltag und eröffneten neue Möglichkeiten, sodass die Grundlagen für eine neue Gesellschaftsform gelegt wurden. Die heutigen Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis, Mais, Kartoffeln, Hirse und Gerste sind das Ergebnis der frühen Domestizierung durch den Menschen. Ohne die Entwicklung der Landwirtschaft wären die Entstehung von Städten und Staaten, wie wir sie heute kennen, nicht möglich gewesen. Die Sesshaftigkeit und der gezielte Anbau von Pflanzen bildeten das Fundament für größere Gemeinschaften und komplexere soziale Strukturen.
Trotz dieser weitreichenden Veränderungen bleibt es bis heute unklar, was die Menschen damals zu diesem Schritt bewog. Die sogenannten „Wildbeuter“ – Fischer, Jäger und Sammler – führten nachweislich ein angenehmeres und weniger arbeitsintensives Leben. Sie waren besser ernährt, litten seltener an Krankheiten und lebten oftmals länger. Die entscheidende Frage ist, warum unsere Vorfahren sich dennoch dazu entschieden, wertvolle Samen für die spätere Aussaat aufzubewahren, anstatt sie sofort zu verzehren, und damit einen mühsamen, aber zukunftsweisenden Weg einzuschlagen. Hier setzt ein offenes Gespräch an. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Erde. Ist die Sehnsucht nach einem angenehmen Leben die treibende Kraft für unsere zunehmende Entfremdung? Oder hat die Zunahme der persönliche Empfindlichkeit etwas mit dem Verlust unserer Empfindsamkeit zu tun – nämlich unserer Fähigkeit, feinfühlig und empathisch mit inneren und äußeren Eindrücken umzugehen? Oder Erleben wir gerade eine Renaissance des alten „Wildbeutertums“ – in nie dagewesenem Ausmaß und beispielsloser Rücksichtslosigkeit?
Unsere Beziehung zur Natur ist geprägt von zahlreichen Phänomenen, die wir oft nur oberflächlich wahrnehmen. Vielleicht lohnt es sich, diese Erscheinungen genauer zu betrachten, um ein tieferes Verständnis für unser eigenes Wesen und unsere Verbindung zur Erde zu gewinnen. Die zentrale Fragestellung ist, wie schaffen wir eine neue Perspektive, die uns ermöglicht, unsere eigene Natur im Kontext der Natur der Erde neu zu entdecken und zu erleben. Ein solcher Perspektivwechsel eröffnet die Chance, unser Verhältnis zur Erde und zu uns selbst bewusster und reflektierter zu gestalten.
Programmübersicht
Freitag, 5. Juni 2026
19.00 - 20.30 Uhr: Kennenlernen, Austausch, Gespräch und Fragen, die uns bewegen.
Samstag, 6. Juni 2026
9.30 bis 12.00 Uhr (mit Pause): Sich Verbinden mit der Erde heißt auch, das sich Verbinden können mit seinen Mitmenschen. Beide bedingen einander.
13.00 bis 14.30 Uhr: Besichtigung und Führung am Hof.
15.00 bis 17.30 Uhr (mit Pause): Die Erde als Lebewesen. Wie potenziere ich das Lebendige in mir? Vertiefung, Beiträge aus der Runde, Gespräch.
Sonntag, 7. Juni 2026
9.30 – 11.00 Uhr (mit Pause): Abschluss mit Christine Gruwez.
10.00 – 12.00 Uhr: Rück- und Vorblick.
Anmeldung und Organisatorisches
Anmeldung: office@loidholdhof.at
Unkostenbeitrag nach freiem Ermessen.








